Opa wird 80 und keine drei Tage spaeter gehts los: Muttern schickt einem die ganzen 1600×1200 JPEGs aus der Digitalkamera unverarbeitet zu bzw. versucht es. Stunden spaeter dann der Anruf: der Computer sei defekt, eMail funktioniere nicht mehr… usw.. sigh Wer kennt das nicht?
Aber ist die Schuld bei der technophoben Lebensspenderin zu suchen? Vermutlich nicht. Auch wenn man ihr in den letzten 10-15 Jahren das mit den KB, MB und heute auch GB Groessen sicherlich mehrfach erklaert hat.
Das Problem schiebe ich mal auf die Programmierer bei den Betriebssystemherstellern. Warum wurde folgende Erfindung nicht von Ihnen gemacht, sondern musste von mir hier am Fruehstueckstisch ersonnen werden?
Drag und Drop mit Gewichten
Mein erster Gedanke war es ja, dass die Rollkugelmaus intern an den Lichtschranken-Walzen kleine “Elektromotoren” besitzt, welche durch Anlegen einer Spannung ein Magnetfeld aufbauen, wodurch die Permanentmagneten auf der Walze eine Kraft ausueben, die der Mausbewegung entgegengesetzt ist.
Ein kleiner USB-Maustreiber uebergibt beim Drag und Drop die Dateigroesse des aktuell bewegten Icons an die Maus weiter, welche diese dann (logarithmisch) in eine Kraft uebersetzt, die dann durch oben beschriebenen Mechanismus auf die Mauskugel und somit dem Benutzer uebertragen wird.
Der Benutzer spuert somit, wie “schwer” denn dieses Ordner Icon mit seinen 40MB Digitalbildern ist und kann sich nocheinmal ueberlegen, ob z.B. das Medium eMail das geeignete ist, die Fotos von Opa nach der 2ten Flasche Sekt zu uebertragen.
Soweit so gut.. allerdings deutete ich ja an, dass dies mein erster Gedanke war. Dann fielen mir zwei Sachen zu meiner Erfindung auf: 1) es gibt (vermutlich) keine Erweiterung im UI, welches beim Drag&Drop eine Dateigroesseninformation/Gewicht beinhaltet und 2) kein Mensch benutzt mehr Rollkugelmaeuse.
Der naechste Gedankenschritt ist also der, dass man 1) als erfuellt ansieht (das muss halt vom Betriebssystemhersteller so implementiert werden) und sich dann ueberlegt, dass statt des mechanischen Feedbacks ueber oben beschriebenen Apperates auch das Betriebssystem selber ein solches geben koennte; und zwar durch Verlangsamung der Mausbewegung logarithmisch zum “Gewicht” des Icons, was gerade durch Drag&Drop bewegt wird.
Und das ist meine Erfindung.
Heerscharen von ITlern werden mir dankbar sein, dass ihre Muetter nun Fotos wieder klassisch per Post schicken.
P.S.: Allerdings werden nun wieder neue Fragen durch Telefonate zu klaeren sein, wie denn der neu erworbene Tintenpisser mit dem Rechner funktioniert, und wie man ordentliche Fotos zu Papier bringt. *sigh*