Die Aufgabenstellung war es, einen INTeL Bladeserver via PXE (Preboot eXecution Environment) mit Windows und Linux zu bestücken. Als Platform stand ein Rechner unter Windows XP zur Verfügung. Diese Anleitung beschreibt, was man tun muss, um eines der Blades per PXE zu installieren und dann per CloneZilla die anderen Blades davon zu Klonen.
Über PXE läßt sich fast alles booten, was auf einem PC lauffähig ist. Das Konzept ist immer gleich: der zu installierende Rechner (der natürlich über ein PXE-fähiges BIOS verfügen muss) fragt per DHCP nach einer IP Adresse und einem Boot-Server, bekommt dann den TFTP-Pfad zum herunterladen des NBP (Network Bootstrap Program) übermittelt, welches anschließend in den Arbeitsspeicher geladen wird. Danach wird meistens eine RAM-Disk angelegt, in die ein Boot-CD/Floppy Image des zu installierenden Betriebssystems kopiert wird und die dann wie ein normales Lauferk angesprochen wird.
Auf dem Windows XP Rechner muss zunächst das Programm Tftpd32 (als DHCP/PXE Bootserver)installiert werden. Vermutlich läuft ein entsprechendes Setup unter Linux mit den OpenSource Tools von isc stabiler und besser, aber die tftpd32 Lösung war einfach schneller zu implementieren (Zeit war ein Problem bei diesem Projekt).
Weiterhin wird die Distribution von syslinux benötigt und idealerweise ein Rechner, wo man selbige kompilieren kann (ich habe dazu einen Linux Rechner verwendet, den ich noch hatte - es geht aber auch unter DOS oder Windows, wenn man die entsprechenden Tools installiert). Die bequemste Lösung ist es jedoch, das fertige Paket von hier herunterzuladen.
Letztendlich braucht man dann noch ein DVD Image der Linux Distribution seiner Wahl (in meinem Fall ein Fedora Core 9), ein Live-ISO Image des aktuellen CloneZilla Releases und natürlich eine Windows XP Installations CD.
Für den tftpd32 macht man sich am Besten ein extra Verzeichnis namens tftpboot direkt auf C: (in meinem Fall E:), in welches später alles kopiert wird. Ich habe mir darin dann weitere Unterverzeichnisse für jedes Boot-Image angelegt, das ich über PXE anbieten will (in meinem Fall: Windows 98SE, FreeDOS, Fedora Core 4, Fedora Core 9, CloneZilla und BartPE Windows).
In der Software selber muss man nicht viel einstellen (ausser dem Offensichtlichen). Man muss einen IP-Adressraum definieren, der über DHCP angeboten wird, man muss angeben wie das PXE Boot-Programm heißt und wo sich alles auf der Festplatte befindet. In meinem Fall sah das dann so aus:
Im Artikel 307848 der Knowledge-Base beschreibt Microsoft, wie man Windows XP von MS-DOS aus installieren kann.
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