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Maxdome Review

Nach nur knapp 4 Wochen Wartezeit ist es endlich angekommen: meine IPTV SetTopBox (STB) von Maxdome. Fernsehn-Gucken übers Internet war fuer mich persönlich schon immer eine interessante Anwendung gewesen und mit dem Angebot von Maxdome kam mir auch eine erste reelle Umsetzung auf den Schreibtisch geflattert. (d.h. .. genaugenommen ins Ohr, denn mein Arbeitskollege machte mich darauf aufmerksam).

Der Spass (im Prinzip die STB) kostet allerdings erst einmal 99 EUR und einige Nerven; man muss nämlich zunächst beweissen, dass man volljährig ist (immerhin gibts ja auch nen Pornokanal - der interessanterweise nur nach 24 Uhr sendet .. oder hab ich die Webseite falsch verstanden?). Da ich innerhalb der letzten xx Monate umgezogen war, konnte keine Altersauskunft über die Schufa eingeholt werden und ich musste meine Volljährigkeit gegenüber dem teutschen Postbeamten mittels des Postident Verfahrens beweissen.

Naja.. nun ist die STB jedenfalls da und prinzipiell steht dem TV Genuss nichts im Wege. Doch bevor ich mir den Freitag mit Multimedianerdism versüsse, hier noch ein paar Bilder zum Lieferumfang:

Da kriegt man ja ordentlich was geboten fuer die 99 EUR : 50 Filme, einen wireless USB Stick, eine tolle Fernbedienung nebst Batterien, eine handvoll Kabel und natürlich die STB selber:

Leider scheint man beim STB Hersteller Thomson die Technofreaks nicht sehr zu mögen. Ein voreiliger Dive ins Innere der STB wird leider von einem hässlichen Blechkäfig gestoppt:

Deswegen gibt es erstmal keine Pr0n-Fotos des Innenlebens, sondern nur die technischen Spezifikationen aus dem online PDF:

IP1101 System Specifications
• Processore
- Intel Celeron M 600 MHz
• Northbridge - Intel 854
- 400 MHz front-side bus
- Internal 2D/3D graphics with AGP 4X interface
- PC266 SDRAM interface
• Memory 
- 4 MB Boot ROM / BIOS
- 64 MB-1GB Compact Flash
- 128 MB SDRAM

Nach dem Anschluss des Geräts kommt dann allerdings erstmal die Ernüchterung bzw. gleich die Katerstimmung. Über CINCH/FBAS ist das Bild zwar bunt, aber die Konturen sind ausgefranzt und in etwa von der Qualität eines 1987 VHS Rekorder von Universum. Über S-VIDEO gibts zwar etwas schärfere Bilddetails aber dafür wurde hier an der Farbe gespart - zumindest mein Plasma zeigt mir die Farbinformation nicht an. Aber selbst wenn es mit S-VIDEO bunt wäre, so ist die Bildqualität immernoch unterstes Niveau.

Ich habe die STB mit dem beigelegten Netzwerkkabel an mein Heimnetzwerk angeschlossen. brav hat es sich per DHCP eine IP von der Fritzbox geholt und ohne gross Aufsehen zu erregen fing es lustig damit an, eine neue Firmware von der Homepage von Maxdome zu laden.

Soweit so gut - nach ca. 3 Minuten war ich dann vor dem Loginscreen des Maxdome Shops angelangt und musste meine Zugangsdaten eingeben. Mit der onscreen Tastatur und den Pfeiltasten der Fernbedienung (die übrigens einen leicht schwammigen Druckpunkt hat) ist das ein Gefummel; aber anders geht das halt nun Mal nicht (d.h. .. anscheinend geht es schon, denn eine am STB angeschlossene USB Tastatur wurde brav erkannt, allerdings funktionierten nur die Cursortasten und RETURN).

Nachdem ich herausgefunden hatte, dass man die onscreen Tastatur ausblenden muss, um dann mit den Cursortasten ins Passwortfeld zu gelangen stand der Authentifizierung nichts mehr im Wege - naja fast nichts. Lediglich ein kaputter Webserver mit seinem internen Server-Fehler (wieso kommt in mir so ein Gefühl auf, dass das alles auf Microsoft Technologie basiert?) machte mir den Fernsehgenuss madig. Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass man nun wieder die kompletten Zugangsdaten eingeben muss (obwohl der Haken bei “Logindaten speichern” gesetzt war!). Ich habe dieses Spiel ein paar Mal probiert, bis ich mir selber eingestanden habe, dass der Maxdome Server wohl heute nicht will.

Zu allem Überfluss gab die Fernbedienung bald ihren Geist auf. Austausch der Batterien brachte auch keine Besserung. Die Tastendrücke werden zwar noch vom eingebauten, roten LED quittiert aber an der STB kommt nichts an. Irgendwie weckt sich in mir der leise Verdacht, 99 EUR für einen Berg Elektroschrott, bunten Kabeln und einem USB WiFi Stick ausgegeben zu haben… Hoffentlich lässt sich die STB wenigstens HaX0rn. So ein lautloser embedded PC auf INTeL Basis wäre es jedenfalls noch in meinem Haushalt.

Update:
Nachdem ich das Netzwerkkabel aus dem Gigabitswitch direkt in die FritzBox gesteckt hatte, funktionierte der Zugang zum Server - ich vermute aber dass das nur Zufall war, da es hierfür keinen logischen Grund gibt. Einmal erfolgreich angemeldet hat man Zugriff auf die verschiedenen Programmpakete und kann (vermutlich) auch neue Pakete erwerben. Mein Interesse galt jedoch zunächst den 50 beigelegten Filmen im Starterpaket. Ohne genauere Analyse der einzelnen Titel erweckt sich in mir der Eindruck, dass es fast aussschliesslich deutsche Fernsehproduktionen mit leicht schlüpfrigen Inhalts sind:

Ich habe mich dann für das kleinste der Übel entschieden und den Film “Tsunami” angewählt. Der Film beginnt nach einer kleinen Gedenkpause von ca. 10 Sekunden. Das Bild wirkt trotz der schlechten Signalqualität der STB noch einigermassen brauchbar - in etwa so wie ein aus dem Internet gezogener DiVX Film. Das Foto mit dem Bösewicht gibt (trotz Moirees) die Qualitaet einigermassen wieder.

Man kann an beliebiger Stelle die Pause Taste drücken und der Film hält an. Spulen ist auch möglich, allerdings nur in groben Sprüngen. Wie man herauslesen kann funktioniert auch die Fernbedienung wieder, nachdem ich die Batterien ein weiteres Mal getauscht habe (nun wieder mit den originalen Batterien).

Vorläufiges Fazit: You get what you pay for.

Öffnen der Box

Sich in das Innere des Käfigs vorzuarbeiten war dann doch einfacher, als gedacht. Hier ist ein Foto der Hauptplatine. Mal schauen, was auf dem CF gespeichert ist (dazu muss ich mir aber erstmal einen CF Reader besorgen…).

Q: Ich habe ebenfalls die o.g. Box von Maxdome, aber ich kriege das Teil ohne Gewaltanwendung nicht auf Könntest du mir netterweise ein paar Tipps geben wie ich in das Innere der Box komme?

A: Also zunaechst entfernt man unten die 4 Gummifuese; darunter liegen die Schrauben verborgen, die den unteren Gehaeusedeckel entfernen.

Danach sollte das Geraet vor einem liegen, wie es auch auf dem einen Foto zu sehen ist. Nun muessen alle Schrauben, die im Blechkaefig zu sehen sind, entfernt werden. Diese loesen dann den oberen Plastikdeckel.

Um letztendlich ins Innere des Geraets zu kommen, muss man lediglich einen aufgeklemmten Blechdeckel entfernen.

Das wars auch schon.

Unkommentierte Linkliste